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Bürgerinnen und Bürger rufen zum Haischutz auf

Berlin, 3. März 2009: Staatssekretär Gert Lindemann vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erhält heute die Unterschriften von über 100.000 Bürgerinnen und Bürger einer Unterschriftenaktion, die zum besseren Schutz von Haien aufruft. Die Petition zeigt das wachsende Bewusstsein für die Überfischung der Haie und fordert Verbraucherschutzministerin Aigner auf, den kürzlich vorgestellten EU-Haiaktionsplan zu fördern.

Die Petition wurde von der Shark Alliance organisiert, einem Zusammenschluss von mehr als 60 internationalen Nichtregierungsorganisationen. In Deutschland beteiligten sich während der „Europäischen Haiwoche 2008“ die deutschen Shark Alliance Partner Deutsche Elasmobranchier-Gesellschaft e.V. (D.E.G.) und DEEPWAVE e.V. an einigen der mehreren hundert Veranstaltungen in ganz Europa.

„Den Bürgerinnen und Bürger Deutschlands wird zunehmend bewusst, dass Haie eine wichtige Rolle in unseren Meeren spielen und bereits stark überfischt sind“, sagte Heike Zidowitz, Shark Alliance Koordinatorin für Deutschland und Vorsitzende der D.E.G. „Die vielen Unterschriften, die während der Aktionswoche gesammelt wurden, sind eine klare Botschaft an unsere Regierung, dass die Öffentlichkeit die Haie besser geschützt sehen möchte“.

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Die meisten Bestände der europäischen Haie, und der nah verwandten Rochen, sind überfischt - ein Drittel bereits vom Aussterben bedroht. Trotzdem blieben bislang die meisten Fischereien auf Haie und Rochen in der EU unreguliert.

Anfang Februar hat die Europäische Kommission den lang erwarteten Haiaktionsplan vorgestellt, mit dem Haie durch Fischerei- und Handelsregulierungen und durch Schutz von Lebensräumen besser geschützt werden sollen. Die Fischereiminister werden ihre Reaktionen zu diesem Plan im April bekannt geben.

„Ein erster Umsetzungsschritt des Haiaktionsplans wäre die schnellst mögliche Stärkung des europäischen Finning-Verbotes”, fügte Onno Groß, Vorsitzender von DEEPWAVE e.V., hinzu. „Die momentane Verordnung hat noch immer zu viele Schlupflöcher, die das Finning von Haien auf hoher See möglich machen.”

Die Mitglieder der Shark Alliance rufen Verbraucherschutzministerin Aigner daher auf, die sofortige Umsetzung dieses wissenschaftlich fundierten Haiaktionsplans zu gewährleisten.
 
 
Kontakt:
 
Heike Zidowitz
Tel: 0176-61016367
heikezidowitz@web.de
 
Weitere Informationen zur Europäischen Haiwoche:
www.europeansharkweek.elasmo.de  

 
Hinweise für Redakteure:

Die Shark Alliance ist ein Zusammenschluss von mehr als 60 Nichtregierungsorganisationen aus dem Meeres- und Artenschutz, sowie von Taucher- und Anglerverbänden, die sich für die Verbesserung der Haischutz-Politik in der EU einsetzen.

Die meisten Haie können schnell überfischt werden, da sie nur langsam wachsen, spät geschlechtsreif werden und nur wenige Jungen bekommen.

Seit 1999 ruft die Welternährungsorganisation (FAO) zur Erstellung von nationalen Haiaktionsplänen auf. Am 5. Februar 2009 hat die EU-Kommission ihren Vorschlag veröffentlich, der nun von den Ministern diskutiert wird.



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